Japan startet das neue HTV-X-Raumschiff zur Internationalen Raumstation
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MVN050 -
26. Oktober 2025 um 18:12 -
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Japan hat erfolgreich sein neues HTV-X-Frachtraumschiff auf die erste Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet – ein bedeutender Meilenstein für das Raumtransportprogramm des Landes.
Das robotische HTV-X, entwickelt von der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) und gebaut von Mitsubishi Heavy Industries, startete an Bord einer H3-Rakete vom Tanegashima Space Center am Samstag, den 25. Oktober, um 20:00 Uhr EDT (00:00 GMT; 9:00 Uhr Ortszeit in Japan am 26. Oktober). Das fortschrittliche Raumschiff soll die ISS am Mittwoch, den 29. Oktober, gegen 11:50 Uhr EDT (15:50 GMT) erreichen und dort eingefangen und angedockt werden.
Nachfolger des bewährten HTV „Kounotori“
Das HTV-X ist der Nachfolger des bewährten H-II Transfer Vehicle (HTV), auch bekannt als Kounotori – Japanisch für „Weißstorch“ –, das zwischen 2009 und 2020 erfolgreich neun Nachschubmissionen zur ISS durchführte.
Mit einer Länge von 8 Metern (26,2 Fuß) ist das neue Raumschiff etwa 1,2 Meter kürzer als sein Vorgänger, kann jedoch eine ähnliche Nutzlast von rund 6.000 Kilogramm (13.200 Pfund) in den niedrigen Erdorbit transportieren.
Laut Mitsubishi Heavy Industries verbessert das HTV-X die Transportleistung deutlich und bietet zudem erweiterte Missionsmöglichkeiten. So kann es nach dem Verlassen der ISS bis zu 1,5 Jahre im Orbit verbleiben, um dort technologische Experimente und Demonstrationen durchzuführen, bevor es kontrolliert in die Erdatmosphäre eintritt.
Einsatzmöglichkeiten über die ISS hinaus
Die JAXA sieht das HTV-X auch als Schlüsselkomponente für zukünftige Weltraumprojekte. Die Raumfahrtagentur plant, das Raumschiff für bemannte Missionen in der erdnahen Umlaufbahn nach dem ISS-Zeitalter einzusetzen und Frachtflüge zur geplanten NASA-Station Gateway im Mondorbit zu ermöglichen – einem zentralen Bestandteil des Artemis-Programms.
Verstärkung der internationalen ISS-Logistikflotte
Mit dem Debüt des HTV-X wächst die aktuelle Flotte aktiver ISS-Frachtraumschiffe um ein Drittel. Zu den weiteren betriebsfähigen Raumfrachtern gehören Russlands Progress, Northrop Grummans Cygnus und SpaceX’ Dragon aus den USA.
Von diesen ist nur SpaceX’ Dragon wiederverwendbar – die übrigen Raumschiffe, einschließlich des HTV-X, sind so konstruiert, dass sie nach Abschluss ihrer Missionen in der Erdatmosphäre verglühen.